Schreibwütige aufgepasst: Bald beginnt der NaNoWriMo!

Ich bin ein großer Freund von Webseiten und Communities, bei denen man selber tätig werden kann und die einen zudem auch noch weiterbringen. Daher ist die Seite, die ich im Folgenden einmal genauer vorstellen möchte, gerade für diejenigen interessant, die sich gerne mit Worten und dem Schreiben von Romanen oder Kurzgeschichten befassen.

Wer kennt also schon NaNoWriMo?

Für die, die es nicht kennen, möchte ich es einmal genauer erklären: NaNoWriMo (National Novel Writing Month) ist nichts weiter als – einfach ausgedrückt – ein Schreibmonat. Das Ziel dabei ist, dass innerhalb von 30 Tagen 50.000 Wörter geschrieben werden. Hierbei wird nicht auf den Inhalt, sondern tatsächlich nur auf die Wörterzahl geachtet, lektorieren kann man auch noch später.

NaNoWriMo ist vielmehr eine riesige internationale Community, mit etwa 384.126 Teilnehmern im Jahr 2016, bei der man sich mit zahlreichen Autoren austauschen und zudem gegenseitig motivieren kann. Der Schreibmonat ist vor allem für diejenigen gedacht, die es einfach nicht schaffen einen Anfang beim Schreiben des eigenen Romans zu finden und diesen als richtigen Motivationsschub nutzen können. Vor allem, da eine Statistik dem Nutzer genau anzeigt, wie viele Wörter schon geschrieben sind, wie viele noch geschrieben werden müssen und wie die Aussichten auf einen erfolgreichen Abschluss des Events sind.

Nanowrimo Statistik (Screenshot by Jennifer Eilitz)
Nanowrimo Statistik (Screenshot by Jennifer Eilitz)

Diese Statistik zeigt einmal meine Fortschritte beim NaNoWriMo aus dem Jahr 2014. Ihr seht, ich habe damals gewonnen, auch wenn ich nur zwei Wörter drüber war. Fälschlicherweise habe ich anfangs nicht damit begonnen im Webseiten-eigenen Programm zu schreiben, der die Wörter und somit die Fortschritte dokumentiert, sondern in meiner eigenen Worddatei und sie erst am 13. November hinzugefügt – daher auch die irre hohe Zahl am 13. November, die natürlich kaum machbar ist. Der Strich, der einmal quer durch die Statistik verläuft zeigt an, wie nah man am täglichen Ziel ist.

50.000 Wörter hören sich zu Beginn ziemlich viel an und einige werden vermutlich denken, dass das ja kaum zu schaffen ist, aber umgerechnet müsste man täglich lediglich 1.667 Wörter schreiben, dann sieht das Ganze schon ganz anders aus.

Was bringt einem NaNoWriMo

In erster Linie bringt einem dieses Event nur einem selber etwas: Nämlich einen geschrieben Roman im Umfang von 50.000 Wörtern – und das ist doch schon mal was, oder nicht? Am Ende des Monats, kann der Nutzer sich dann (vorausgesetzt die 50.000 Wörter sind erreicht) ein Zertifikat ausdrucken, was einem noch einmal vor Augen hält, dass man es tatsächlich geschafft hat so viel in nur einem Monat zu schreiben.

Außerdem ist es nicht nur das, sondern auch das Vernetzen mit so vielen anderen Autoren und das Austauschen untereinander. Vom Lerneffekt ganz zu schweigen.

Ich persönlich kann dieses Event auf jeden Fall empfehlen, immerhin habe ich es damals geschafft meinen ersten eigenen Roman ein ganzes Stück weiterzubringen. Durch NaNoWriMo habe ich außerdem gelernt, wie es ist, sich ernsthaft mit dem Thema Schreiben auseinanderzusetzen, diszipliniert und kontinuierlich zu schreiben und wirklich akribisch an einem Roman zu arbeiten. Auch wenn dieser Roman es nicht an einen Verlag geschafft hat, so habe ich gelernt weitere Romane zu schreiben und konnte sogar für diese einen Verlag finden – an diesem Schreibmonat kann also wesentlich mehr dranhängen, als man anfänglich glauben mag. Und wer sich davon überzeugen möchte, der kann sich diese Liste mit etwa 250 Veröffentlichungen von NaNoWriMo-Teilnehmern genauer anschauen.

Da ich noch eine ganze Menge zu schreiben habe denke ich, dass ich in diesem Jahr auch wieder teilnehmen werde – vielleicht sieht man sich ja da!


Image (adapted) „courtesy of National Novel Writing Month“ by National Novel Writing Month

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Jennifer Eilitz

Jennifer Eilitz

Hat an der HAW in Hamburg Bibliotheks- und Informationsmanagement studiert und arbeitet jetzt als Social Media Managerin für die Netzpiloten. Neben ihrer Arbeit bei den Netzpiloten, schreibt sie an ihren Romanen. Ihr Debüt erschien im Juli 2017 im Bookshouse Verlag. Weitere Romane werden 2018 im Edel-Elements Verlag erscheinen.

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