Trotz Gesetz: Krankenkassen wollen Cannabis-Therapie nicht zahlen

Seit dem 10. März ist es auch hier in Deutschland endlich soweit, dass Ärzte Schwerkranken medizinisches Cannabis verschreiben können und dass die Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen müssen. Allerdings gibt es promt eine Woche später Gegenwind von Seiten der Kassen. Die Behauptung: die Wirkung von Cannabis sei nicht nachgewiesen, daher weigere man sich, für die Behandlung zu zahlen. Dieselben Menschen sind allerdings der Ansicht, dass kleine weiße Kügelchen mit homöopathischen Wirkstoffmengen, sogenannte Globuli, sehr wohl Beschwerden lindern können.

Ein Sprecher der GVK fordert nun einen Wirksamkeitsnachweis durch die „Cannabisagentur“. Die Kosten für die Therapie werden mit schätzungsweise 540 Euro pro Monat angegeben. Aber ihr könnt beruhigt sein: Selbst wenn es den Kassen gelingen sollte, eine Studie durchzuführen, die belegt, dass die Therapie mit medizinischem Cannabis die Beschwerden von Schwerkranken nicht lindern kann, werden diese Ergebnisse erst in zwei-drei Jahren vorliegen. Und bis dahin verpflichtet das kürzlich verabschiedete Gesetz die Krankenkassen, für die Kosten der Behandlung aufzukommen.

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Image (adapted) „Sämling“ by 7raysmarketing (CC0 Public Domain)


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